Die Geschichte der Zuger Wirtschaftskammer
Seit 2006 bündelt die Zuger Wirtschaftskammer die Kräfte der Zuger Wirtschaft und setzt sich für starke Rahmenbedingungen und einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort ein. Von der Gründung aus drei Wirtschaftsverbänden über wichtige Meilensteine in Politik, Nachwuchsförderung und Nachhaltigkeit bis zur heutigen starken Stimme der Wirtschaft: Entdecken Sie die Geschichte der ZWK.
2006: Kräfte bündeln für eine starke Stimme der Zuger Wirtschaft
Die Zuger Wirtschaftskammer entstand 2006 unter Gründungspräsident Dr. Hajo
Leutenegger (2006–2010) aus der Fusion des Zuger Industrie-Verbands (*1918), des Zuger
Handels- und Dienstleistungsverbands HDV (*1984) und der Interessengemeinschaft
Wirtschaft Zug (*1998). Ziel war es, die Interessen der Zuger Wirtschaft unter einem
gemeinsamen Dach zu bündeln und gegenüber Politik und Öffentlichkeit wirkungsvoller zu
vertreten. Mit der Fusion wurden das Leistungsangebot und die Professionalität des
Verbands ausgebaut. Im selben Jahr fand zudem erstmals der «Tag der Zuger Wirtschaft»
statt, der sich rasch als wichtige Dialogplattform im Kanton Zug etablierte.
2007 – 2009: Konsolidierung und erste politische Erfolge
Nach der Fusion stand die organisatorische Konsolidierung im Zentrum. Die drei
Branchenausschüsse Dienstleistung, Industrie und Handel wurden als zentrales Bindeglied
zu den Mitgliedern etabliert. Eine erste umfassende Mitgliederbefragung lieferte wichtige
Grundlagen für die strategische Ausrichtung des Verbands. Gleichzeitig wurden mit der
neuen Website und digitalen Informationsangeboten die ersten Schritte in Richtung
moderner Mitgliederkommunikation umgesetzt. Politisch etablierte sich die ZWK als
gewichtige Stimme insbesondere bei Infrastruktur- und Steuerfragen.
2010 – 2015: Nachwuchsförderung, Integration und strategische Weichenstellungen
Unter Präsident Dr. Johannes Milde (2010-2016) erweiterte die ZWK ihre Aktivitäten
deutlich. Mit dem MINT-Programm «Faszination Technik» entstand ein neues Engagement
zur Förderung des Fachkräftenachwuchses, das später vollständig an bildxzug übergeben
wurde. Gleichzeitig baute die Kammer ihre Angebote für internationale Fachkräfte und
Expats aus. Mit der Gründung des Fonds zur Standortförderung schuf die ZWK Ende 2015
ein neues Instrument zur Finanzierung wirtschaftspolitischer Kampagnen und stärkte damit
ihre politische Handlungsfähigkeit nachhaltig.
2016 – 2019: Weitreichende Modernisierung, neue Führungsära und Digitalisierung
2016 begann unter dem neuen Präsidenten Andreas Umbach (2016–2024) eine neue
Entwicklungsphase. Die Geschäftsstelle wurde organisatorisch verselbständigt, bezog
eigene Büroräumlichkeiten und übernahm den economiesuisse-Stützpunkt für die Region
Zug. Gleichzeitig wurden die Statuten modernisiert: Die bisherigen Branchenausschüsse
wurden durch flexible, themenbezogene Ausschüsse ersetzt und eine
Amtszeitbeschränkung für Vorstandsmitglieder eingeführt. Parallel dazu schärfte die ZWK
ihre Positionierung, modernisierte ihre Kommunikation und führte den Newsletter «eNEWS»
ein.Statuten der Zuger Wirtschaftskammer
2020: Bewährungsprobe in der Corona-Pandemie
Mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020 stand auch die Zuger
Wirtschaft vor beispiellosen Herausforderungen. In dieser für viele Mitglieder teilweise
existenziellen Krise bewies die ZWK umgehend ihren direkten Nutzen als verlässliche
Partnerin. Gemeinsam mit dem Gewerbeverband und dem Advokatenverein des Kantons
Zug wurde rasch eine kostenlose KMU-Hotline eingerichtet. Dank des grosszügigen, pro
bono geleisteten Engagements der beteiligten Rechtsanwälte erhielten über 150 Zuger
Betriebe in der schwierigen Lockdown-Phase schnelle, unkomplizierte juristische
Orientierungshilfe.
Gleichzeitig wurden interaktive Webinare sowie die hochkarätige Podiumsdiskussion des
Tags der Zuger Wirtschaft erfolgreich als virtuelle Formate durchgeführt.
2021 – 2023: Der Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz
Die ZWK verankerte Klimaschutz und nachhaltige Transformation als strategische
Schwerpunkte und lancierte mit der Klima-Charta Zug+ ein bedeutendes Programm zur
Unterstützung von Zuger KMU bei der Dekarbonisierung. Gleichzeitig digitalisierte die ZWK
ihre internen Prozesse und stärkte mit dem Bezug der neuen Geschäftsstelle an der
Dammstrasse direkt im Herzen der Stadt Zug ihre organisatorische Eigenständigkeit.
Seit 2024: Neue Führung, gesellschaftlicher Dialog und strategische Impulse
2024 brachte einen Führungswechsel an der Spitze der ZWK: Dr. Katharina M. Gasser
übernahm das Präsidium, Claudia Pittner die operative Leitung und per Anfang 2025 die
Geschäftsführung. Mit der Studie «Wachstum – Wohlstand – Wohnraum» durch das
Forschungsinstitut gfs.bern schuf der Verband zudem eine fundierte Grundlage für den
Dialog über die zukünftige Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensraums Zug. Diese zeigte
mit einer Zustimmung von 71 % den grossen Rückhalt der Bevölkerung für die Zuger
Wirtschaft auf, machte aber auch die steigenden Wohnkosten, die Wohnungsnot sowie
Verkehrsprobleme und eine überlastete Infrastruktur als spürbare Herausforderungen im
Kanton Zug deutlich.
Die ZWK heute
Heute tritt die Zuger Wirtschaftskammer als unabhängige, aktive Vertretung der Zuger
Wirtschaft auf. Als führender Wirtschaftsverband des Kantons und Stimme der Wirtschaft
engagiert sie sich für attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen. Bei all ihrem Wirken
steht die Interessenvertretung für eine starke Zuger Wirtschaft im Mittelpunkt. Die Zuger
Wirtschaftskammer zählt über 550 Mitglieder aus den Sektoren Industrie und Dienstleistung
mit mehr als 49‘000 Arbeitsplätzen. Vom hoch spezialisierten Einmannbetrieb mit lokalem
Fokus bis zum international tätigen Konzern finden sich Unternehmen unterschiedlichster
Branchen und Grössen in der Zuger Wirtschaftskammer. Diese Vielfalt bildet sich auch in
der Zusammensetzung des 16-köpfigen Vorstandes ab.
Mitglied
werden
Teil eines starken Unternehmernetzwerks werden und den Wirtschaftsstandort Zug aktiv stärken.
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