So geht nachhaltiges Wachstum: Die Metalli weiterdenken
Der Bebauungsplan Metalli ist eine grosse Chance für die Stadt Zug. Er verbindet zusätzlichen Wohnraum, bessere Mobilität, attraktive öffentliche Räume und eine gezielte Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Genau solche Projekte braucht Zug jetzt. Die Zuger Wirtschaftskammer spricht sich deshalb klar für den Bebauungsplan Metalli aus.
Im vergangenen Jahr hat die Zuger Wirtschaftskammer gemeinsam mit gfs.bern eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Das Ergebnis war deutlich: Zu den grössten Sorgen der Zuger Bevölkerung zählen fehlender bezahlbarer Wohnraum sowie Verkehr und Stau. Beides sind keine abstrakten Zukunftsfragen, sondern konkrete Herausforderungen des heutigen Zuger Alltags. Genau hier setzt die Weiterentwicklung der Metalli an.
Mit rund 160 neuen Wohnungen, davon 64 preisgünstig, entsteht zusätzlicher Wohnraum dort, wo er aus städtebaulicher, ökologischer und wirtschaftlicher Sicht am meisten Sinn ergibt: mitten im Zentrum, direkt beim Bahnhof und in Gehdistanz zu Einkauf, Arbeit, Freizeit und Erholung. Wer so wohnt, ist weniger auf das Auto angewiesen, nutzt bestehende Infrastruktur effizienter und kann vom öffentlichen Verkehr optimal profitieren. Das ist Verdichtung mit Qualität.
Gleichzeitig wird die Metalli als urbaner Lebensraum aufgewertet. Mehr Grünflächen, neue Begegnungsorte, ein attraktiver Metalliplatz sowie eine öffentliche Dachterrasse schaffen Aufenthaltsqualität für alle. Bessere Verbindungen zum Bahnhof stärken die Durchlässigkeit des Quartiers. Detailhandel und Gastronomie profitieren von zusätzlicher Frequenz und einem lebendigeren Umfeld. So entsteht nicht einfach mehr Baumasse, sondern ein Stadtteil mit Mehrwert für Bevölkerung, Unternehmen, Arbeitnehmende und Besucherinnen und Besucher.
Besonders bemerkenswert ist, dass rund 85 Prozent der bestehenden Bausubstanz erhalten bleiben sollen. Das zeigt: Fortschritt und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch. Im Gegenteil. Intelligente Stadtentwicklung bedeutet, Bestehendes sorgfältig weiterzudenken und dort Neues zu ermöglichen, wo es einen echten Nutzen stiftet.
Bei Bauprojekten zeigt sich leider oft eine andere Haltung, die international als BANANA-Prinzip bekannt ist: «Build Absolutely Nothing Anywhere Near Anything.» Also am liebsten gar nichts bauen, nirgends und niemals. Doch mit Stillstand lösen wir weder die Wohnraumknappheit noch die Verkehrsbelastung. Wer Entwicklung grundsätzlich blockiert, verschärft genau jene Probleme, über die später geklagt wird.
Zug ist stark, weil dieser Kanton eine ausgeprägte Macher-Mentalität hat. Dazu gehört auch die Bereitschaft, Lösungen nicht nur zu fordern, sondern sie möglich zu machen. Wer Wohnraum schaffen will, muss bauen. Wer Verkehr reduzieren will, muss Wohnen an den richtigen Orten ermöglichen. Der Bebauungsplan Metalli tut genau das: Er schafft mehr Wohnungen an bester Lage, nutzt bestehende Infrastruktur sinnvoll und stärkt ein Zentrum, das für die Stadt Zug von grosser Bedeutung ist.
Die Zuger Wirtschaftskammer befürwortet Projekte, die konkrete Antworten geben statt Probleme zu verwalten. Die Weiterentwicklung der Metalli ist ein Gewinn für den Wirtschaftsstandort Zug und für die Zuger Bevölkerung. Sie ist ein starkes Signal dafür, dass unsere Stadt auch in Zukunft mutig, modern und lebenswert bleibt.
Tabea Estermann
Vorstand Zuger Wirtschaftskammer, Kantonsrätin GLP
Weitere Informationen zum Bebauungsplan Metalli finden Sie unter folgendem Link.
Tabea Estermann, Vorstand Zuger Wirtschaftskammer, Kantonsrätin GLP
